Buddy – 13 Jahre an meiner Seite
Aktualisiert: vor 5 Tagen
Buddy wog 29 Kilogramm, Orlando bringt gerade einmal 3,4 Kilogramm auf die Waage. Der Größenunterschied fällt sofort auf. Im Alltag zeigt sich, wie verschieden auch ihre Charaktere sind. Für mich haben beide ihren ganz eigenen Platz in meiner Geschichte.
Mit zehn Wochen begann unsere gemeinsame Zeit
Buddy war ein rot-weiß gestromter American Staffordshire Terrier. Er wurde 1999 geboren und ist 2012 gestorben. Ich bekam ihn mit zehn Wochen. Er war 13 Jahre an meiner Seite, und ich hatte viele gute Zeiten mit ihm.

Nach Buddys Tod war für mich klar: Ich wollte keinen Hund mehr. Dass irgendwann ein kleiner Chihuahua zu unserem Leben gehören würde, konnte ich mir damals noch nicht vorstellen.
Meine Frau wünschte sich wieder einen Hund
Meine Frau war als Kind mit einem Dackel aufgewachsen und wünschte sich wieder einen Hund. Zwei lange Jahre brachte sie das Thema immer wieder zur Sprache.
Ich redete es ihr genauso lange aus. Nach der Zeit mit Buddy wusste ich, wie sehr ein Hund den Alltag und die Urlaubsplanung mitbestimmt.
Einen Hund oder ein anderes Tier zu kaufen, kann sehr schnell gehen. Die Verantwortung bleibt jedoch: jeden Tag für das Tier da zu sein – auch wenn es anstrengend wird. Mich macht es traurig, wenn ein Hund unüberlegt angeschafft und später wieder weggegeben wird, weil er lästig geworden ist. Genau darüber sollte man sich vor der Entscheidung ehrlich Gedanken machen.
Warum ich wegen Besuchen und Urlaub zögerte
Wir reisen sehr gerne. Schon aus der Zeit mit Buddy wusste ich, dass Reisen mit Hund nicht immer einfach ist. Bei Besuchen muss der Hund willkommen sein, im Urlaub braucht man eine passende Unterkunft, und auch Flugreisen werden aufwendiger. Diese Erfahrungen hatte ich im Kopf, wenn meine Frau sich wieder einen Hund wünschte. Heute fahren wir mit Orlando mit dem Auto in den Urlaub – und sind glücklich, dass er dabei ist.
Wie wir schließlich zu Orlando kamen
Irgendwann sagte ich schließlich: „Komm, wir kaufen einen Chihuahua.“ Nach all unseren Gesprächen war aus meinem langen Nein ein Ja geworden.
Wie wir Orlando und seine Zucht kennengelernt haben, erzähle ich im Beitrag Chihuahua vom Züchter: So kam Orlando zu uns.
29 Kilogramm Buddy und 3,4 Kilogramm Orlando
Der Gewichtsunterschied beträgt 25,6 Kilogramm. Aber die Zahl allein beschreibt noch lange nicht, wie unterschiedlich sich das Zusammenleben mit den beiden anfühlt.
Manchmal sage ich mit einem Augenzwinkern, dass der kleine Orlando „schlimmer“ ist als der große Buddy. Wenn Orlando andere Rüden sieht, bellt er sehr laut. Überhören kann man ihn dann jedenfalls nicht.
Buddy war ein richtig lieber Hund und hat Kinder geliebt. Orlando mag keine Kinder. Auch darin unterscheiden sich die beiden.
So unterschiedlich die beiden sind: Ich finde beide Hunde toll. Buddy war mein großer Begleiter, Orlando ist heute unser kleiner Hund mit seiner ganz eigenen Persönlichkeit.
Bei Buddy gehörten besondere Auflagen dazu
Als Halter von Buddy musste ich mich auch mit besonderen Vorschriften beschäftigen. Den erforderlichen Sachkundenachweis hatte ich, und für Buddy lag eine Maulkorbbefreiung vor.
Kurz erklärt: die Regeln in NRW
American Staffordshire Terrier fallen in NRW unter die besonderen Vorschriften des § 3 Landeshundegesetz. Bei großen Hunden ab 20 Kilogramm Gewicht oder 40 Zentimetern Schulterhöhe ist nach § 11 grundsätzlich Sachkunde erforderlich. Orlando liegt mit 3,4 Kilogramm und unter 40 Zentimetern unter beiden Grenzen; für ihn besteht keine Sachkundepflicht nach § 11. Allgemeine Halterpflichten gelten auch für kleine Hunde.
Offizielle Informationen: Landeshundegesetz NRW und Stadt Düsseldorf. Stand: 17. Oktober 2026. Andere Bundesländer können abweichende Regeln haben.
Buddy werde ich niemals vergessen
Mit Orlando sind wir heute glücklich. Die vielen guten Zeiten mit Buddy bleiben mir in Erinnerung. 13 Jahre lang war er an meiner Seite – meinen alten Begleiter werde ich niemals vergessen.

Wie groß der Unterschied zwischen den beiden ist, merke ich heute schon bei einem Leckerli: Buddy konnte ich es geben, ohne mich besonders tief zu beugen. Für Orlando muss ich mich dagegen ganz weit nach unten beugen.



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