Chihuahua Welpen erziehen: So klappt es liebevoll und klar
- Orlando Chihuahua
- 28. Feb.
- 8 Min. Lesezeit
Aktualisiert: 28. Apr.

Chihuahua Welpe Orlando beim Training: liebevolle Erziehung mit Geduld und klaren Regeln.
Wer Chihuahua Welpen erziehen möchte, braucht vor allem Geduld, klare Regeln und viel Liebe. Ein Chihuahua-Welpe ist klein, zart und oft sehr verschmust, aber er ist trotzdem ein richtiger Hund mit eigenen Bedürfnissen, Gefühlen und Lernphasen. Gerade am Anfang ist es wichtig, nicht nur auf das niedliche Aussehen zu schauen, sondern dem Welpen Sicherheit, Struktur und Orientierung zu geben.
Ein Chihuahua lernt schnell, wenn der Mensch ruhig bleibt und die Regeln jeden Tag gleich sind. Orlando hat mir gezeigt, wie viel Vertrauen entsteht, wenn man freundlich, klar und konsequent bleibt. Erziehung bedeutet nicht, streng oder laut zu sein. Es bedeutet, dem Welpen zu zeigen, was richtig ist, was nicht gewünscht ist und wie er sich im Alltag sicher bewegen kann.
Warum ist die Chihuahua Welpen Erziehung so wichtig?
Chihuahuas sind sehr menschenbezogen. Viele Welpen orientieren sich stark an ihrer Familie und reagieren fein auf Stimme, Stimmung und Körpersprache. Genau deshalb brauchen sie eine liebevolle Führung. Wenn ein Welpe nicht versteht, was von ihm erwartet wird, kann er unsicher werden. Diese Unsicherheit zeigt sich später manchmal durch Bellen, Klammern, Zittern oder durch ein Verhalten, das schnell als stur bezeichnet wird.
Eine gute Erziehung macht den Alltag entspannter. Ihr Welpe lernt, dass bestimmte Abläufe immer wiederkehren: Fressen, Schlafen, Spielen, Rausgehen, Ruhezeiten und kleine Trainingseinheiten. Diese Wiederholung gibt Sicherheit. Besonders kleine Hunde profitieren davon, weil sie die Welt oft intensiver wahrnehmen. Viele Geräusche, große Hunde, fremde Menschen oder neue Orte können am Anfang überwältigend sein.
Ganz praktisch hilft eine gute Erziehung dabei, dass Ihr Welpe:
im Alltag schneller zur Ruhe kommt
klare Regeln besser versteht
eine sichere Bindung zu seinem Menschen aufbaut
weniger unsicher auf neue Situationen reagiert
Ab wann beginnt das Chihuahua Welpentraining?
Das Training beginnt am ersten Tag im neuen Zuhause. Das klingt vielleicht früh, aber ein Welpe lernt sowieso ständig. Er lernt, wo sein Platz ist, wann es Futter gibt, wie Sie reagieren, ob Betteln Erfolg hat und ob er mit Bellen Aufmerksamkeit bekommt. Deshalb ist es besser, von Anfang an ruhig und klar zu sein, statt später mühsam Gewohnheiten zu ändern.
Am Anfang braucht der Welpe keine langen Übungen. Kurze Momente reichen völlig aus. Ein freundliches „Komm“, ein ruhiges „Nein“, ein Lob im richtigen Augenblick und ein fester Ablauf sind oft wertvoller als ein langes Training. Wichtig ist, dass der Welpe nicht überfordert wird. Lieber mehrmals am Tag zwei bis fünf Minuten üben als einmal viel zu lange.
Chihuahua Welpen erziehen: Die ersten Schritte
Die ersten Schritte sind einfach, aber sehr wichtig. Ihr Welpe braucht einen festen Schlafplatz, klare Fütterungszeiten und einen ruhigen Bereich, in dem er sich zurückziehen kann. Gerade Chihuahuas sind oft sehr anhänglich, trotzdem sollten sie lernen, auch einmal kurz zur Ruhe zu kommen. Ein sicherer Platz hilft dabei, nicht ständig in Aufregung zu sein.
Legen Sie außerdem früh fest, was erlaubt ist. Darf der Chihuahua aufs Sofa? Darf er im Bett schlafen? Wo wird gefressen? Welche Räume sind tabu? Es gibt dabei nicht die eine richtige Antwort. Wichtig ist nur, dass die Entscheidung für den Welpen verständlich bleibt. Wenn heute etwas erlaubt ist und morgen plötzlich verboten wird, entsteht Verwirrung.
Für den Start helfen besonders diese kleinen Grundregeln:
kurze, klare Wörter verwenden
gutes Verhalten sofort loben
nicht laut werden, sondern ruhig bleiben
Training kurz halten und lieber öfter üben
dem Welpen genug Schlaf und Pausen geben
1. Ein sicherer Rückzugsort
Ein fester Rückzugsort ist für einen Chihuahua-Welpen Gold wert. Das kann ein Körbchen, eine kleine Box oder eine ruhige Ecke mit Decke sein. Dieser Platz sollte positiv aufgebaut werden. Legen Sie dort vielleicht ein weiches Tuch, ein Lieblingsspielzeug oder etwas hin, das nach Zuhause riecht. Der Welpe soll spüren: Hier bin ich sicher, hier passiert mir nichts.
Wichtig ist auch, dass Kinder oder Besucher diesen Platz respektieren. Wenn der Welpe schläft oder sich zurückzieht, sollte er nicht ständig gestreichelt oder hochgenommen werden. Ruhe gehört zur Erziehung dazu. Ein müder Welpe kann schneller überdrehen, zwicken oder unkonzentriert werden. Genug Schlaf macht das Lernen viel leichter.
2. Klare Regeln von Anfang an
Klare Regeln bedeuten nicht Härte. Sie bedeuten Verlässlichkeit. Wenn Ihr Chihuahua-Welpe zum Beispiel nicht am Tisch betteln soll, dann bekommt er dort auch nicht manchmal ein kleines Stück. Wenn er nicht an Händen knabbern soll, wird das Spiel ruhig unterbrochen und ihm stattdessen ein passendes Spielzeug angeboten. So versteht er, welches Verhalten sich lohnt.
Bleiben Sie dabei freundlich. Ein Chihuahua reagiert sehr sensibel auf lautes Schimpfen. Ein ruhiger Ton, kurze Worte und sofortiges Lob sind meist viel wirksamer. Wenn Orlando etwas richtig gemacht hat, war ein freudiges Lob oft genug, damit er verstanden hat: Das war gut, das kann ich wieder machen.
3. Positive Verstärkung im Alltag
Positive Verstärkung ist eine der besten Methoden in der Chihuahua Welpen Erziehung. Belohnen Sie erwünschtes Verhalten sofort. Das kann ein Leckerli sein, aber auch Lob, Spiel oder eine kurze Streicheleinheit. Wichtig ist der richtige Moment. Wenn der Welpe zu Ihnen kommt, wenn er draußen sein Geschäft macht oder ruhig auf seinem Platz bleibt, sollte das sofort positiv bestätigt werden.
Viele Fehler entstehen, weil Menschen nur reagieren, wenn der Hund etwas falsch macht. Besser ist es, gutes Verhalten aktiv zu sehen. Liegt der Welpe ruhig im Körbchen? Loben. Schaut er Sie draußen freiwillig an? Loben. Bleibt er entspannt, wenn ein Geräusch kommt? Loben. So lernt er Schritt für Schritt, welches Verhalten Sicherheit bringt.
Stubenreinheit beim Chihuahua-Welpen
Stubenreinheit braucht Geduld. Kleine Welpen können ihre Blase noch nicht lange kontrollieren. Besonders bei kleinen Rassen ist es normal, dass am Anfang etwas daneben geht. Wichtig ist, nicht zu schimpfen. Der Welpe versteht nicht, warum Sie böse sind, wenn der Moment schon vorbei ist. Er kann dadurch nur unsicher werden.
Gehen Sie regelmäßig nach draußen, besonders in diesen Momenten:
direkt nach dem Schlafen
nach dem Fressen
nach dem Spielen
nach Aufregung oder Besuch
vor dem Schlafengehen
Wenn Ihr Chihuahua sich draußen löst, loben Sie ihn sofort ruhig und freundlich. Wiederholung ist hier der Schlüssel. Mit der Zeit versteht der Welpe, dass draußen der richtige Ort ist.
Sozialisierung: Die Welt langsam kennenlernen
Sozialisierung bedeutet nicht, den Welpen überall hineinzustellen und zu hoffen, dass er sich daran gewöhnt. Es bedeutet, ihm die Welt in kleinen, positiven Schritten zu zeigen. Neue Geräusche, andere Hunde, Menschen, Autos, Tierarztbesuche oder kurze Autofahrten sollten ruhig aufgebaut werden. Der Welpe soll erleben: Ich kann Neues kennenlernen und mein Mensch bleibt ruhig bei mir.
Achten Sie darauf, Ihren Chihuahua nicht ständig auf den Arm zu nehmen, sobald etwas ungewohnt ist. Natürlich darf man ihn schützen, wenn es nötig ist. Aber wenn er nie selbst in Ruhe schauen und lernen darf, wird er schneller unsicher. Besser ist: Abstand halten, ruhig sprechen, beobachten lassen und gutes Verhalten loben.
Beißhemmung liebevoll trainieren
Welpen erkunden die Welt mit dem Maul. Knabbern und Zwicken sind am Anfang normal, sollten aber freundlich gelenkt werden. Wenn Ihr Chihuahua zu fest beißt, beenden Sie das Spiel kurz und bieten Sie ein geeignetes Spielzeug an. So lernt er, dass Hände nicht zum Kauen da sind. Bleiben Sie ruhig und machen Sie daraus kein großes Drama.
Gerade Kinder sollten wissen, dass der Welpe nicht geärgert oder wild hochgenommen wird. Viele kleine Hunde zwicken nicht aus Bosheit, sondern weil sie überfordert sind. Je ruhiger die Umgebung ist, desto leichter kann der Welpe lernen, sanft zu sein.
Alleinebleiben ohne Stress üben
Alleinebleiben sollte sehr langsam aufgebaut werden. Beginnen Sie nicht direkt mit langen Zeiten. Verlassen Sie zuerst nur kurz den Raum und kommen Sie ruhig zurück, ohne daraus ein großes Ereignis zu machen. Der Welpe soll lernen, dass Weggehen und Wiederkommen normal sind. Erst wenn kurze Momente gut klappen, kann die Zeit langsam verlängert werden.
Hilfreich ist, wenn der Welpe vorher gelöst, gefüttert und müde ist. Ein ruhiger Schlafplatz, ein Kausnack oder ein vertrautes Spielzeug können unterstützen. Wichtig ist aber: Alleinebleiben ist Training und kein Test. Wenn der Welpe noch nicht so weit ist, braucht er kleinere Schritte.
Typische Fehler bei der Chihuahua Welpen Erziehung
Ein häufiger Fehler ist, den Chihuahua wegen seiner Größe nicht ernst genug zu nehmen. Was bei einem großen Hund nicht erlaubt wäre, sollte auch beim kleinen Hund nicht automatisch erlaubt sein. Anspringen, Betteln, dauerhaftes Bellen oder Knabbern an Händen wirken bei einem Welpen vielleicht süß, können später aber anstrengend werden.
Diese Dinge passieren im Alltag schnell, lassen sich aber gut vermeiden:
zu viele Ausnahmen bei Regeln machen
den Welpen aus Mitleid ständig hochnehmen
Bellen oder Betteln unbewusst belohnen
zu lange Trainingseinheiten machen
Ruhephasen unterschätzen
Ein weiterer Fehler ist zu viel Schutz. Natürlich muss ein Chihuahua vor Gefahr geschützt werden. Aber er braucht auch die Chance, Erfahrungen zu sammeln. Wenn er immer sofort hochgenommen wird, sobald etwas Neues kommt, lernt er nicht, Situationen selbst einzuschätzen. Besser ist ein ruhiger Abstand, klare Begleitung und viel positives Bestärken.
Wie lange dauert es, Chihuahua Welpen zu erziehen?
Die ersten Grundlagen versteht ein Welpe oft innerhalb weniger Wochen. Trotzdem ist Erziehung kein einzelnes Projekt, das irgendwann komplett abgeschlossen ist. Ihr Chihuahua entwickelt sich weiter, testet Grenzen, erlebt neue Situationen und braucht immer wieder Orientierung. Das ist normal und gehört dazu.
Wichtig ist, dass Sie kleine Fortschritte sehen. Kommt Ihr Welpe schneller zur Ruhe? Meldet er sich öfter draußen? Reagiert er besser auf seinen Namen? Bleibt er bei neuen Geräuschen entspannter? All das sind Zeichen, dass Ihr Training wirkt. Vergleichen Sie Ihren Hund nicht zu stark mit anderen. Jeder Welpe hat sein eigenes Tempo.
Tagesroutine für einen entspannten Welpen
Eine gute Tagesroutine hilft enorm. Der Welpe sollte genug Schlaf bekommen, regelmäßig nach draußen gehen, kurze Spielphasen haben und nicht ständig bespaßt werden. Viele Welpen drehen auf, wenn zu viel passiert. Dann sieht es so aus, als hätten sie noch mehr Energie, obwohl sie eigentlich müde sind.
Ein einfacher Tag kann zum Beispiel so aussehen:
morgens kurz rausgehen und danach füttern
nach dem Fressen eine ruhige Pause einplanen
über den Tag verteilt kleine Trainingseinheiten machen
Spiel und Ruhe abwechseln
abends ruhig abschließen und nicht mehr zu wild spielen
Planen Sie bewusst Ruhe ein. Nach einem Spaziergang, einer Übung oder Besuch braucht der Welpe Zeit zum Verarbeiten. Ein entspannter Chihuahua lernt besser als ein übermüdeter Hund. Kleine Rituale helfen dabei, weil der Welpe spürt: Mein Tag ist verlässlich und ich darf auch einfach zur Ruhe kommen.
Eine starke Bindung als Grundlage
Die beste Erziehung entsteht durch Vertrauen. Ihr Welpe soll wissen, dass Sie ihn führen, aber nicht bedrängen. Er soll sich an Ihnen orientieren können, ohne Angst zu haben. Diese Bindung entsteht durch gemeinsame Zeit, ruhige Nähe, klare Regeln und viele kleine positive Erfahrungen.
Bei Orlando war genau das der wichtigste Punkt: nicht perfekt sein wollen, sondern jeden Tag verlässlich bleiben. Hunde spüren, ob wir hektisch, genervt oder geduldig sind. Je ruhiger wir bleiben, desto besser kann der Welpe lernen. Liebevolle Konsequenz ist deshalb keine harte Methode, sondern ein Geschenk an den Hund.
Fazit: Chihuahua Welpen erziehen mit Herz und Struktur
Chihuahua Welpen erziehen gelingt am besten mit Ruhe, Geduld und klaren Regeln. Ihr Welpe braucht keine laute Strenge, sondern einen Menschen, der freundlich führt und verlässlich bleibt. Wenn Sie früh beginnen, kurze Übungen nutzen, gutes Verhalten loben und dem Welpen genug Ruhe geben, entsteht eine starke Basis für das ganze Leben.
Jeder kleine Fortschritt zählt. Heute klappt vielleicht nur ein ruhiges Sitzen, morgen schon ein besserer Rückruf und nächste Woche ein entspannter Spaziergang. Genau so wächst Vertrauen. Mit Herz, Struktur und liebevoller Konsequenz wird aus einem kleinen Chihuahua-Welpen ein sicherer, fröhlicher und treuer Begleiter.
Wenn ihr möchtet, könnt ihr auch gerne auf unserer YouTube-Seite vorbeischauen. Dort findet ihr noch viele lustige, süße und besondere Videos von Orlando.
Wir freuen uns über jeden, der uns begleitet.
Euer Shachar, Inga und Orlando


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